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21. Januar 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nekrolog für Heini Neukom (16. Nov 1957 - 23. Dez 2012)
 
 

Am 23. Dezember 2011 hörte ich in den Nachrichten von einem Lawinenniedergang im Gebiet der SAC Hütte „Jürg Jenatsch“. Sofort dachte ich an Heini Neukom, doch das Alter, und dass es ein Zürcher sei beruhigten mich wieder. Am 26. Dezember berichtete mir Gaby Arnold vom Unfall und ich hatte immer noch meine Zweifel. Als dann am Abend Werner Gmür die Nachricht bestätigte war ich zu tiefst betroffen. Darf doch nicht wahr sein, doch es ist so, unser ehemaliges Klubmitglied Heini Neukom, ist beim Aufstieg in seine Jenatsch Hütte von einem Schneebrett erfasst, verschüttet und getötet, worden. Obwohl die zwei Begleiterinnen alles versuchten, die Bemühungen blieben erfolglos.

Heini war als 18jähriger HW-Lehrling in unseren Klub aufgenommen worden. Seine Sportarten waren Ski Alpin und Leichtathletik. In beiden Sportarten konnte er verschiedene Erfolge feiern. So feierte er seine ersten 3 von total 6 Ski-Meister Titeln beim ESC Soldanella. Es waren die Titel von Silvaplana 1979, Wengen 1981, und Unterwasser 1982. An verschieden Strassen- und Bergläufen holte er seine Kondition für den Winter. Auch in dieser Sportart erzielte er sehr gute Resultate, so zB: Murten – Freiburg unter einer Stunde! (17,195 Km) Seine grosse Liebe gehörte aber der Natur den Bergen. Als Heini zur RhB wechselte, wechselte er auch den Sportverein und trat der SVSE Sektion „ESV Rätia“ bei. Obwohl die Bergsteigerei einige Zeit schlummerte, entdeckte er die Faszination vom Klettern und Hochtouren wieder. Aktiv bei seiner Sektion Rätia und in der SVSE wo er TK Mitglied „Bergsport“ war, organisierte er für Klub- und SVSE Mitglieder Touren in der Schweiz oder im Ausland. Ich denke noch gerne an die schönen SVSE Tourenwochen von 1999 im Mont Blanc Gebiet und 2000 im Lauteraar-Grimsel Gebiet, zurück, wo Heini mit von der Partie oder Organisator, war.

Vor 5 Jahren übernahm Heini als Hüttenwart die Jürg Jenatsch Hütte der SAC Sektion Bernina. Hier überzeugte er seine Gäste mit Freundlichkeit gutem Essen und auch Sachkenntnis des Gebietes. Nun hat das Schicksal brutal zu geschlagen und Heini aus einem erfüllten und glücklichem Leben gerissen. Dass er beliebt war zeigte sich auch an seiner Beerdigung vom 8. Januar 2012 in Samedan. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, einige mussten sogar draussen bleiben. Nach den eindrücklichen Abschiedsworten, welche auch an die Vergänglichkeit unseres Lebens erinnerten, forderte der Pfarrer die Trauergemeinde auf, die Urne mit den sterblichen Überresten von Heini, zum Friedhof San Peter, hoch über Samedan, zu begleiten. In einer langen Prozession zog die Trauergemeinde, bei Schneetreiben und Wind zum Friedhof hinauf, wo Heini seine letzte Ruhestäte fand. Möge er den ewigen Frieden finden. Wir werden Ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Ehrenpräsident
Paul Hug

 
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